TFA im Grundwasser – Umweltanwält*innen Österreichs fordern Überprüfung TFA-bildender Pflanzenschutzmittel (11/2026)
Die neun österreichischen Umweltanwaltschaften haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief an Bundesminister Norbert Totschnig gewandt und Maßnahmen zum vorsorgenden Schutz des Grundwassers vor Trifluoracetat (TFA) gefordert. TFA gehört zur Gruppe der PFAS – den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ – und kann unter anderem beim Abbau bestimmter fluorierter Pflanzenschutzmittel entstehen. Aktuelle österreichische Messdaten und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass TFA im Grund- und Trinkwasser weit verbreitet ist und geben Hinweise auf steigende Belastungen.
Tag der Stadtplanung: Flächenwidmungs- und Bebauungspläne für eine klimafitte Planung (11/2026)
Der Boden zählt zu den wertvollsten und zugleich am stärksten beanspruchten Ressourcen unserer Stadt. Er bildet die Grundlage für Biodiversität, speichert Wasser und Kohlenstoff, reguliert das Stadtklima und schafft die Voraussetzungen für gesunde Lebensräume. Gleichzeitig steigt der Druck durch Siedlungsentwicklung und Infrastrukturprojekte: Allein in Wien werden jährlich circa 28 Hektar an Boden beansprucht. Zwar hat Wien damit den geringsten Bodenverbrauch pro Kopf in Österreich, dennoch sind die unverbauten Flächen ein kostbares Gut, welche mit einer vorausschauenden Planung im Rahmen von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen langfristig gesichert werden sollten. Anlässlich des Tages der Stadtplanung am 8. November rückt die Wiener Umweltanwaltschaft daher die Bedeutung von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen in den Vordergrund, da sie nicht nur rechtliche Planungsinstrumente, sondern zentrale Werkzeuge für den Klimaschutz und die Klimaanpassung sind.
Entwurf des Klimagesetzes: Gemeinsame Stellungnahme der Österreichischen Umweltanwaltschaften (11/2026)
Die Österreichischen Umweltanwaltschaften begrüßen grundsätzlich die Erlassung eines Bundesgesetzes zur Erfüllung von unionsrechtlichen Klimazielen durch Erarbeitung und Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Klimawandelanpassung und zur Kreislaufwirtschaft, sehen jedoch auch noch Verbesserungspotenzial. Dieses Verbesserungspotential liegt vor allem in der Schaffung von Verbindlichkeiten und in einer schnelleren Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen.
Reaktor Mochovce 4 ist 40 Jahre nach Baubeginn am Netz (10/26)
Am 15. Oktober 2026 wurde der vierte Reaktor des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce erstmals mit dem Stromnetz verbunden. Was der Betreiber als großen Erfolg feiert, ist zugleich ein eindrucksvolles Beispiel für die enormen Verzögerungen beim Bau von Atomkraftwerken. Mit dem Bau des Reaktors wurde bereits 1986 begonnen. Bis zur vollständigen kommerziellen Inbetriebnahme müssen noch weitere Tests und Sicherheitsüberprüfungen abgeschlossen werden.
