Die neun österreichischen Umweltanwaltschaften haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief an Bundesminister Norbert Totschnig gewandt und Maßnahmen zum vorsorgenden Schutz des Grundwassers vor Trifluoracetat (TFA) gefordert. TFA gehört zur Gruppe der PFAS – den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ – und kann unter anderem beim Abbau bestimmter fluorierter Pflanzenschutzmittel entstehen. Aktuelle österreichische Messdaten und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass TFA im Grund- und Trinkwasser weit verbreitet ist und geben Hinweise auf steigende Belastungen.
Die Umweltanwaltschaften ersuchen das Bundesministerium daher, TFA-bildende Pflanzenschutzmittel in Österreich systematisch zu überprüfen und Zulassungen bei nicht beherrschbaren Risiken für das Grundwasser gegebenenfalls zu ändern oder aufzuheben. Auch auf EU-Ebene sollen entsprechende Wirkstoffüberprüfungen angestoßen werden. Als Beispiel wird Dänemark genannt, wo bereits Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln aufgrund ihrer möglichen TFA-Bildung zurückgenommen wurden. Darüber hinaus fordern die Umweltanwaltschaften ein langfristiges TFA-Monitoring, eine belastbare Quellenbilanz und die Prüfung geeigneter Alternativen. Ziel ist es, weitere Einträge möglichst an der Quelle zu vermeiden und das Grundwasser langfristig für kommende Generationen zu schützen.
Mehr Informationen:
Offener Brief der österreichischen Umweltanwaltschaften an das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft :
Ersuchen um Überprüfung TFA-bildender Pflanzenschutzmittel zum Schutz unseres Grundwassers
